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24.07.2013

Das Kranzbach & Für immer Juli

Im Debütroman von Hr. Blöchl handelt ein Kapitel im Kranzbach

Am 25. Juni 2013 erscheint das Buch „Für immer Juli“ (Maro-Verlag, 14,80 Euro) vom Münchner Autor und Journalist Bernhard Blöchl . Wir freuen uns sehr, dass ein ganzes Kapitel des sehr gelungenen Debütromans im Kranzbach spielt.
Am 26. Juli findet bei uns die Buchpräsentation statt. Unsere Gäste können außerdem eine Lesung des Autors genießen.

Zum Autor

Bernhard Blöchl, Jahrgang 1976, ist Autor und Journalist aus München und arbeitet hauptsächlich im Kultur- und Freizeitressort der Süddeutschen Zeitung und SZ Extra. Unter www.lieblingssaetze.de hat er ein Museum der schönen Sätze eingerichtet, in dem er inspirierende Romananfäge und Songzeilen sammelt. „Für immer Juli“ ist sein erstes Romanprojekt.

Wir haben uns mit Herrn Blöchl getroffen und ihm Fragen gestellt. Viele Spaß beim Lesen unseres Interviews!

Frage: Was bedeutet Schreiben für Sie?

Hr. Blöchl: Schreiben ist Beruf, Hobby und Leidenschaft für mich. Ich habe das große Glück, mit der Tätigkeit mein Geld zu verdienen, die mir am meisten bedeutet. Weil Schreiben dazu beiträgt, das Leben zu verzieren. Das klingt jetzt vielleicht ein wenig pilcheresk, ist aber so. Ich habe den Tanz mit den Wörtern früh aufgenommen und möchte ihn mit jeder neuen Zeile ein Stück weit perfektionieren.

Frage: Sie sind ausgebildeter Redakteur und haben Ihre Liebe zum Schreiben zum Beruf gemacht. Wie kam es dann zur Idee, einen Roman zu schreiben?

Hr. Blöchl: Mein Ziel ist es, jede Spielart des Schreibens auszuprobieren. Nach der journalistischen Arbeit in diversen Disziplinen sowie ersten Kurzgeschichten habe ich mich 2011 an die Königsklasse gewagt – und meinen Debütroman begonnen. Den eigenen Roman zu schreiben, war schon immer mein Traum gewesen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich ihn mir so früh erfüllen kann.

Frage: Der Wunsch, einen Roman zu schreiben, ist die eine Seite. Wie jedoch ist die Realität? Harte Arbeit?

Hr. Blöchl: Absolut! Die Arbeit beginnt schon damit, dass man sich vorab in die Theorie vertieft. Jeder Roman funktioniert nach gewissen Regeln, und die sollte man zumindest kennen, damit man sie hinterher nach Herzenslust brechen kann. Figuren, Plot, Geschichte, Stufenplan, Szenen, erster Satz – so ein Roman hält einen ganz schön auf Trab. Vom Ausformulieren und Feilen ganz zu schweigen. Dennoch: Wir reden hier von der vielleicht schönsten Arbeit der Welt. Also kein Grund zu jammern.

Frage: Ein Kapitel Ihres Romans spielt im DAS KRANZBACH. Wie kam es dazu? Können Sie uns Ihre Lieblingsstelle im Buch nennen?

Hr. Blöchl: Mein Roman „Für immer Juli“ dreht sich um die Frage, wie man als moderner Mann sein soll, und ob das jeder kann, wenn er nur will. Das Thema Männer und Wellness wollte ich unbedingt einbauen, gerade weil Juli Hartmann, meine Hauptfigur, Wellness liebt, es aber aus Image-Gründen nicht zugeben darf. Das bot mir ein herrliches Spannungsfeld. Und da ich privat DAS KRANZBACH sehr mag und gut kenne, musste ich nicht lange nach der passenden Szenerie suchen. Diese Mischung aus bayerischer Natur, englischem Charme und schlichter Eleganz passt hervorragend zu meiner Geschichte, wie ich finde. Neben dem Kranzbach-Kapitel mag ich vor allem auch den Part, in dem Juli in Wien an einem Aufreißerseminar teilnimmt – und immer wieder auf die Schnauze fällt.

Frage: Wie wichtig ist ein guter Platz zu Schreiben für Sie und was macht ihn aus?

Hr. Blöchl: Ein guter Platz zum Schreiben ist überall dort, wo man gute Gedanken hat. Ruhe ist Pflicht, Vertrautheit schön, und etwaige WLANs sollten knifflig verschlüsselt sein, damit man Ablenkung im Internet gar nicht suchen kann (auch wenn man möchte, so wie ich. Immer und überall).

Frage: Verraten Sie uns, wie es weitergeht? Schreiben Sie an einem weiteren Roman?

Hr. Blöchl: Da mein Standbein nach wie vor der Journalismus, insbesondere meine Tätigkeit bei der Süddeutschen Zeitung ist, bleibt für das Training des Spielbeins nicht viel Zeit. Leider. Derzeit geht es mir darum, dass „Für immer Juli“ möglichst viele Leser findet, der zugehörige Blog Schlussmitluschig.de will auch gepflegt werden, und es soll ja noch ein Sachbuch dazu geben, das ist aber noch nicht spruchreif. Im nächsten Jahr möchte ich mir dann aber frische Gedanken über den nächsten Roman machen. In aller Ruhe. Ein paar Ideen habe ich schon. Denn fest steht: Ich möchte auf jeden Fall weitermachen.

Frage: Am Freitag, den 26. Juni ist die Buchpräsentation mit Lesung im DAS KRANZBACH. Sind Sie vor Lesung enaufgeregt?

Hr. Blöchl: Ich hatte bisher erst eine Lesung, das war 2010 im Rahmen eines Kurzgeschichtenwettbewerbs. Deshalb weiß ich, dass ich auch im Kranzbach aufgeregt sein werde. Immerhin ist das die offizielle Premiere meines ersten Romans! Aber das ist schon okay, denn ich denke: Wer nicht nervös ist, den berührt die Sache nicht.

Frage: Verraten Sie uns Ihren Lieblingsplatz im DAS KRANZBACH?

Hr. Blöchl: Am liebsten sitze ich im Blauen Salon vor dem offenen Feuer. Aber dafür dürfte es Ende Juli etwas zu heiß sein. Generell fühle ich mich im Mary-Portman-Haus besonders wohl. Ich liebe England, und ich liebe Bayern. Wo, wenn nicht hier, kommt das so stilvoll zusammen?