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12.10.2016

Die Römerstraße „Via Raetia“

Auf den Spuren der Römer in Klais

In der Zeit des römischen Reiches (8. Jahrhundert vor Chr. bis 7. Jahrhundert nach Chr.) wurden die sogenannten Römerstraßen gebaut. Es handelt sich dabei um spezielle Straßen, die teilweise über tausende Kilometer lang sind und kreuz + quer durch Europa gehen. Römerstraßen bahnten sich möglichst gerade und mit geringer Steigung ihren Weg. Durch einen vorgegebenen Schichtaufbau erfolge die Befestigung.

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In Klais gibt es heute noch einen sichtbaren und gut begehbaren Teil der Römerstraße „Via Raetia“ zu bestaunen. Sie verband Norditalien mit der Provinz Raetia: von Verona über den Brennerpass, Innsbruck, Seefeld bis nach Augsburg. Die Via Raetia wurde unter den Kaisern Septimus Severus und Caracalla zwischen 195 und 215 nach Chr. erbaut und weist eine Länge von ca. 430 km auf. Das erhaltene Stück in Klais ist ca. 30 m lang und 107 cm breit.

Die Via Raetia löste die Via Claudia Augusta (von Venetien über Bozen, den Reschenpass und den Fernpass nach Augsburg) als wichtigste Straßenverbindung über die Ostalpen ab.

Martin Luther benutzte die Via Raetia auf dem Rückweg von Rom und auch Goethe wählte den Weg bei seiner italienischen Reise.

Unsere Wander-Empfehlung:

Beim Rundweg mit Start in Kranzbach Richtung Klais können Sie den Römerweg entlanggehen und kommen über Quicken und den Tennsee wieder zurück nach Kranzbach. Die Wegstrecke beträgt 10 km und Sie sind ca. 3 Stunden unterwegs.

Sie können auch am Parkplatz unterhalb der Mautstelle starten. Wenn Sie in Richtung Klais auf der rechten Seite den Kranzbach überqueren, erreichen Sie die Römerstraße direkt.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Entdecken!